Birds and Buoys

Nadja Abt

Barbara Marcel

Grafik Victor Schmidt

Grafik: Viktor Schmidt

Ausstellung
9. April – 13. Juni 2021




Veranstaltungen (Details folgen):
 

28.4. – Paz Guevara im Gespräch mit Nadja Abt, Barbara Marcel, Katja Kynast (Online auf Zoom)


verschoben: 2.5. – These Birds of Temptation. Buchpräsentation mit Barbara Marcel und K. Verlag (Open-Air)

20.5. – »Decolonize Mitte!« Digitale Stadtführung mit Berlin Postkolonial

27.5. – Wayfaring Strata. As We Move Along. Audio Walk von Sonia Fernández Pan in Zusammenarbeit mit Stephen McEvoy & Julia Rodríguez


3.6. – Führung durch die Nachbarschaft des Bärenzwingers mit Berlin Postkolonial e.V. / Dekoloniale (Deutsch)


13.6. – Birds`n Buoys Bloco. Finissage mit u.a. Nadja Abt, Barbara Marcel und Tom Nóbrega: Umzug, Musik, Performance



Am 9. April 2021 eröffnet im Bärenzwinger Berlin die Doppelausstellung »Birds and Buoys« mit Arbeiten von Nadja Abt und Barbara Marcel.


Die Ausstellung lässt zwei langjährige künstlerische Recherchen miteinander reagieren. Aus feministischer und queerer Perspektive beschäftigen sich die ortsspezifischen Interventionen mit der transatlantischen Arbeits- und Kulturgeschichte von Schifffahrt und Bergbau. Die Arbeiten beziehen sich gemeinsam auf Architektur und Geschichte des Bärenzwingers sowie auf dessen unmittelbare Nachbarschaft mit historischem Hafen, Marinehaus und brasilianischer Botschaft.

In Anlehnung an Texte des Schriftstellers, Philosophen und Kulturtheoretikers Édouard Glissant entwirft Nadja Abt ein „Ship of Relation“. Dabei wird die Metapher "Schiff" als männlich dominierter Raum umgedeutet zu einem Ort feministischer Narrative und einer Vielheit an Beziehungen.In Anlehnung an Glissants „Our boats are open, and we sail them for everyone“ (Unsere Boote sind offen und wir segeln sie für jede*n) betrachtet Abt das Schiff mit seiner Frauschaft als verbindungsschaffende Metapher im postkolonialen Diskurs.


Die Künstlerin bezieht konkrete Elemente der Seefahrt, wie Taue, Bojen oder Segel in ihre Gestaltung ein und verwandelt den Bärenzwinger in einen Schiffskörper. In drei fiktiven Erzählungen, die auf Bootsfendern im Ausstellungsraum zu lesen sind, berichten die Stimmen an Bord über die Absicht und Hintergründe ihrer Reise.

Barbara Marcels Filminstallation „Golden Tone“ entspringt einer Recherche über die historische Kulturlandschaft des westlichen Harzes in Deutschland, in der viele der Bergbautechnologien der Mineralbodengewinnung zuerst entwickelt und dann in die ganze Welt exportiert wurden. Neben ihrer essayistischen Form reflektiert die Arbeit die Überschneidungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser anthropogenen Landschaft durch die besondere Geschichte der Zucht, der Ausbildung und des Handels von Kanarienvögeln in der Region.


In einer Videoassemblage aus Händen und Maschinen, Silber und Serinetten (Vogelorgel), verseuchten Schwermetallhügeln und fallenden Fichten, touristischen Touren und intimen Interviews enthüllt die ikonische Landschaft des deutschen Harzes allmählich ihre vielen hybriden Schichten.

Die Ausstellung »Birds and Buoys« eröffnet das Programm Bricolage und damit eine Reihe von Recherchen zur weniger sichtbaren Gegenwart und Geschichte des Bärenzwingers.

Kuratiert von Isabel Jäger, Katja Kynast, Malte Pieper, Maja Smoszna
Die Ausstellung eröffnet das Programm »Bricolage«

Grafik: Viktor Schmidt

Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin
Baerenzwinger Berlin

Nadja abt


Nadja Abt ist Künstlerin und Autorin und lebt zwischen Berlin und Lissabon. Abt studierte Literatur und Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin sowie Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin und der Universidad Torcuato di Tella in Buenos Aires.

In ihren Performances, Videos und Malereien konstruiert sie feministische Narrative, die sich auf die Literatur- und Filmwelt beziehen. Sie ist Teil des Künstlerkollektivs Michelle Volta. Zuletzt zeigte sie Arbeiten und Performances u.a. in KW-Institute for Contemporary Art, Berlin, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Pivô, São Paulo, Casa Triângulo, São Paulo.

barbara marcel

Barbara Marcel, geboren 1985 in Rio de Janeiro, Brasilien, ist eine bildende Künstlerin und Filmemacherin, die sich für die kulturellen Wurzeln der Natur und das schwierige Erbe des kolonialen Imaginären interessiert.

Ihre Videos und Installationen wurden zuletzt u.a. im ZKM, Karlsruhe, in der Berlinischen Galerie, bei Savvy Contemporary Berlin, im Broad Art Museum, Michigan, USA, im Haus der Kulturen der Welt, Berlin, V240, Amsterdam, Omonoia Athens Biennial, in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig und in der 175 Gallery Seoul gezeigt. Sie ist Doktorandin an der Bauhaus-Universität in Weimar, Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung und lebt seit 2009 in Berlin.

Artist Talk

28.4.2021, 18.30 – 20 Uhr
Online auf Zoom

Paz Guevara im Gespräch mit Nadja Abt, Barbara Marcel, Katja Kynast



Die Teilnahme ist online auf Zoom möglich, folgen Sie dazu diesem Link:

Artist Talk auf Zoom

Meeting-ID: 954 2135 3509

Kenncode: 183974




Am 28. April 2021 von 18.30 bis 20 Uhr lädt der Bärenzwinger online zu einem Gespräch über die aktuelle Ausstellung »Birds and Buoys« ein. Die beiden Künstlerinnen der Ausstellung, Nadja Abt und Barbara Marcel, werden dabei jeweils ihre individuelle Herangehensweise erläutern und auch etwas von den langjährigen Recherchen vorstellen, die Hintergrund ihrer im Bärenzwinger ausgestellten Arbeiten sind.


Abt und Marcel arbeiten unabhängig voneinander seit Jahren zur transatlantischen Arbeits- und Kulturgeschichte von Schifffahrt beziehungsweise Bergbau. Gemeinsam mit der Kuratorin, Forscherin und Autorin Paz Guevara und der Ausstellungskuratorin Katja Kynast werden die Verbindungen dieser künstlerischen Arbeiten erkundet und die Weise befragt, in der sie sich auf Architektur und Geschichte des Bärenzwingers sowie auf dessen unmittelbare Nachbarschaft mit historischem Hafen, Marinehaus und brasilianischer Botschaft beziehen.

Das Gespräch findet in englischer Sprache statt.

Die Zuschauer*innen sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen und können gerne Fragen stellen und Feedback geben. Das gesamte kuratorische Team wird an dem Gespräch teilnehmen.

»Decolonize Mitte!«

Digitale Stadtführung mit Berlin Postkolonial


20. Mai 2021
18.00 Uhr
Online auf Zoom

Die Teilnahme ist online auf Zoom möglich, folgen Sie dazu diesem Link: https://zoom.us/j/95268226330?pwd=a3hq

Z0F1emF0M2ZuK2JWOV

JObFFMQT09

Einwahl: Meeting-ID: 952 6822 6330 Kenncode: 605373

Warum fragen afrikanische Berlin-Besucher:innen noch immer vergebens nach einem angemessenen Erinnerungsort für die berüchtigte Berlin Conference? Was hat die Berliner M-Straße mit dem Konzentrationslager Sachsenhausen zu tun? Wann forderten Aktivisten afrikanischer Herkunft erstmals einen Schwarzen Repräsentanten im deutschen Parlament?

Am 20. Mai 2021 lädt der Bärenzwinger abends von 18 bis 20 Uhr online zu einer virtuellen Stadtführung durch die Nachbarschaft des Bärenzwingers ein.

Die Tour wird moderiert von Christian Kopp und vom Verein Berlin Postkolonial. Die virtuelle Stadtführung mit Berlin Postkolonial erkundet vergessene, verdrängte, geschönte und umkämpfte Orte der Kolonialgeschichte der Berliner Mitte und berührt dabei drängende Fragen der postkolonialen Gegenwart. Die Tour findet in englischer Sprache statt.

Kontakt

Bärenzwinger
Im Köllnischen Park
10179 Berlin

T + 49 30 901 837 461
info[at]baerenzwinger.berlin

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Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag

11–19 Uhr

Eintritt frei

Verkehrsverbindungen

U8 Heinrich-Heine Straße

U2 Märkisches Museum

U+S Jannowitzbrücke,

Bus 165, 265, 248

Presse

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