Projektionen der Ununterscheidbarkeit

Aktive Asche

Mariechen Danz und

Johannes Paul Raether
Featuring KAYA

(Kerstin Brätsch und Debo Eilers) mit Nicolas An Xedro

Mariechen Danz, Kerstin Brätsch, JPR, Fotografie: Tobias Willmann

Mariechen Danz, Kerstin Brätsch, JPR [Titelbild]

Tobias Willmann [Fotografie]

Eröffnung
15.09.2018 um 14 Uhr


Begrüßung 

Dr. Ute Müller-Tischler, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur, Bezirksamt Mitte von Berlin

Kuratiert von

Nadia Pilchowski

Koordiniert von
Tanja Paskalew

Educationprogramm

Marie-Christin Lender

Ausstellungsdauer
16.09. - 21.10.2018


Performances
22.09.2018, 12 bis 16 Uhr, Mariechen Danz, Workshop mit Kindern
Anmeldung

24.09. + 25.09.2018, 17 bis 21 Uhr, Johannes Paul Raether, ›Transformalor [Transformella malor] Bear Cave Cage Negentropy [4.4.6.9]‹
Anmeldung

29.09.2018, 17 bis 21 Uhr verschachtelte Interaktionen von Mariechen Danz, Johannes Paul Raether, KAYA mit Nicolas An Xedro

Im Zentrum der Ausstellung ›Aktive Asche‹ von Mariechen Danz und Johannes Paul Raether featuring KAYA stehen verschachtelte Transformationsprozesse, die bestehende Konzepte und Materialien aus den Praxen der Künstler*innen weitertreiben, verwandeln, zersetzen und verglühen. Ausgangspunkt sind Verkörperung und deren Sprache, rituelle Handlungen sowie eine temporäre Schaffung von Gemeinschaft. Im Bärenzwinger schließen sie ihre individuellen Kosmologien zusammen und geben ihre formwandlerischen Qualitäten in einen gemeinsamen Prozess.

In Mariechen Danz’ Praxis fungiert der Körper als Untersuchungsort von Kommunikation und Wissenstransfer. Im Außenbereich ist die Tonfigur ›Womb Tomb‹ aufgebahrt. In mehreren Stadien absorbiert sie Informationen aus der Umgebung und wandelt ihre Form bis hin zu korallenartiger Fossilisation. Darüber spannt sich eine Abdeckung mit digitalen Drucken von Danz, KAYA und Raether.

In einer Erscheinung von Transformalor, die Johannes Paul Raethers Figuration als SelfSister Transformellae seit 2010 verfolgt, stellen sich seine/ihre Wächterinnen als Rekombinationen in den Bärenkäfigen neu auf, wo das plurale Wesen über den globalen Markt menschlicher Reproduktion, ›ReproReality‹, und die kommende ›Reprovolution‹ lehrt.

In einer zweiten Appearance gabelt Transformalor sich – im Moment der eigenen Einäscherung – in eine mögliche Verkörperung entropischer Identität.

KAYA agiert zugleich als fiktionaler und konkreter Körper, der durch materielle Prozesse sowohl formale und malerische als auch metabolische Vorgänge in seine Identitätsproduktion miteinbezieht. KAYAs ›OraKcle Paintings‹ (›Catacomb Mirrors‹) tragen die Soundarbeit von Nicolas An Xedro und die Wünsche der Teilnehmenden eines im TROPEZ im Sommerbad Humboldthain entstandenen Workshops. Als (Wunsch-)Bilder schaffen sie im Innenbereich des Bärenzwingers einen Tonraum und behaupten sich als Sound Paintings in einem fiktiven und metaphorischen Heilungsprozess, der in der Performance  ›– KAYA_YO-NAH YO-HO (Healing performance for a sick painting)‹ kulminiert.

Bärenkäfig Berlin
Baerenzwinger Berlin
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Mariechen Danz


Mariechen Danz, geb. 1980 in Dublin, lebt und arbeitet in Berlin.
Danz’ Kunst nimmt Kommunikation und Wissenstransfer zum Ausgangspunkt und stellt den Körper in den Mittelpunkt ihrer Praxis. In ihren Skulpturen, Zeichnungen, Kostümen und Installationen hinterfragt sie die Ausdrucksfähigkeit und -unfähigkeit von Sprache, die Lesbarkeit und Hierarchie von Zeichen und das Primat westlicher Vernunftvorstellungen. Danz aktiviert ihre Installationen durch inszenierten Gesang.

Der Körper fungiert als Untersuchungsort in ihrer Arbeit – als Metapher von Werden und Vergehen.
Danz’ Werke wurden u. a. im Haus der Kunst in München, im MAK Wien, im Centre Pompidou in Paris, im Kunsthaus Bregenz, im New Museum in New York, im CAN Centre d’Art Neuchâtel, in der GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst in Bremen und auf der 57. Biennale in Venedig, kuratiert von Christine Macel, gezeigt. Die Künstlerin ist aktuell beteiligt an der Gruppenausstellung »Agora« auf der High Line in New York. Danz war Inhaberin des Arbeitsstipendiums des Berliner Senats, des Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendiums und des Villa-Romana-Stipendiums.

Johannes Paul Raether

Johannes Paul Raether, geb. 1977 in Heidelberg, lebt und arbeitet in Berlin.
Im Zentrum von Raethers Arbeit stehen Identitätskonstruktionen wie Avatare, AlterIdentites oder SelfSisters. An unterschiedlichen öffentlichen Orten in Erscheinung tretend, tragen die schillernden Figurationen, deren Ikonografie sich aus Alltagsgegenständen zusammensetzt, komplexe Themen, von der Bio- und Reproduktionsindustrie über den globalisierten Tourismus bis hin zu okkulten Substanzen in zeitgenössischer Technologie, vor.

Raethers Artefakte und Performances waren u. a. auf der 9. Berlin Biennale, im Palais de Tokyo in Paris, im Fridericianum in Kassel und in der Galerie Savvy Contemporary in Berlin zu sehen. Einzelausstellungen fanden im District in Berlin, in der Transmission Gallery in Glasgow und im Ludlow 38 in New York statt. Raether publiziert in »Texte zur Kunst« und ist derzeit Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.

KAYA

KAYA ist ein kollaboratives Projekt, das die unabhängigen Praktiken der Malerin Kerstin Brätsch, geb. 1979 in Hamburg, und des in New York lebenden und arbeitenden Bildhauers Debo Eilers, geb. 1974 in Texas, vereint.

Der Name des Kollektivs bezieht sich auf Kaya Serene, eine junge Texanerin, die den Künstler*innen als Ausgangs- und Bezugspunkt in ihren zahlreichen Ausstellungen, Performances, Interventionen, Veranstaltungen und Publikationen dient.
KAYAs Arbeiten wurden weltweit u. a. in Ausstellungen im Fridericianum in Kassel, im M Woods Museum in Peking, im Museum Brandhorst in München, im Kunsthaus Bregenz sowie in den Galerien Deborah Schamoni in München, Meyer Kainer in Wien und 47 Canal in New York gezeigt. KAYA waren jüngst auf der Whitney Biennial 2017 in New York vertreten und werden aktuell in einer Einzelausstellung in der Fondazione Memmo in Rom präsentiert.


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