Open sesame: A photophobic Experiment

Furmaan Ahmed

Anna Banout

Tewa Barnosa

Danielle Brathwaite-Shirley

Sanni Est

Gabriel Massan

Grafik Victor Schmidt

Grafik: Viktor Schmidt

Kuration: Erkan Affan (Hauptkurator*in), Sanni Est und Tewa Barnosa (Artists-In-Residence)



(1) OPEN SESAME / "SESAM ÖFFNE DICH"

Was sah Ali Baba, als er die Türen der Höhle mit den magischen Worten "Sesam öffne dich" aufmachte? Was war von den Räuber gestohlen und in der Dunkelheit versteckt worden?
Im Verlauf der Geschichte Ali Baba und die vierzig Räuber werden wir mit der Realität davon konfrontiert, wie weit Menschen bereit sind zu gehen, um die Schätze von anderen als ihre eigenen Schätze zu beanspruchen. Uns, dem kuratorischen Team und eingeladenen Künstler*innen dieser Ausstellungssaison im Bärenzwinger, ist solches Verhalten nicht unbekannt.

Unsere Erfahrungen als Schwarze, Indigene und Personen der Racialised Majority – und daran anschließende intersektionale Erfahrungen von queer und trans*-Sein, durch die wir uns bewegen - bedeuten, dass wir wieder und wieder erleben, wie die Schätze unserer Vorzeiten, unserer jüngsten Vergangenheiten, unserer gegenwärtig verkörperten Identitäten und sogar unserer entworfenen Zukünfte gegen unseren Willen ausgelöscht, eingeschlossen und zur Schau gestellt werden. Ähnlich wie in der Erzählung von Ali Baba dringen die Räuber*innen unserer Geschichten unter Anwendung von Zwang in unsere Räume ein und vereinnahmen sie für sich - sie beanspruchen und kontrollieren den Zugang zu unseren Schätzen, wie sie es wünschen.

Solch komplexe Erfahrungen von Macht machen es zu einer probeweisen, experimentellen Erfahrung, so einen Raum hegemonialer Zurschaustellung wie den Bärenzwinger - wenn auch nur vorübergehend - zu "übernehmen" und mit unserem Programm zu (re)kontextualisieren. Diese Unternehmung fordert uns auf, durch unsere eigene Praxis bestimmte Fragen zu stellen. Etwa, ob es überhaupt möglich ist, subversiv mit dem Vermächtnis eines Raumes umzugehen, dessen so spezifische Funktion in seinen Kern, seine physische Struktur eingelassen ist. "Sesam öffne dich" ist eine Einladung zur Teilnahme an diesem Prozess, der durch unsere Besetzung des ehemaligen Bärengeheges und Zoos diesen Ort anspricht und hinterfragt. Es ist eine Untersuchung, eine Dekonstruktion, eine Rekonstruktion... Es ist eine Öffnung. Es ist eine Auswertung der gegebenen Bedeutungen eines Raumes, und die Frage danach, ob eine neue Bedeutung überhaupt möglich ist.

Also, sprecht uns nach, wenn ihr eintretet:
Open sesame
Sesam öffne dich
Abre-te Sésamo
Açıl susam
افتح يا سمسم
ⴰⵔ ⴰⵙⵉⵎⵙⵎ

Was sind diese neuen Bedeutungen, die wir einsetzen möchten?
Willkommen zu unserem photophobischen Experiment. Wenn Photo „Licht“ bedeutet und Phobie „Angst“, dann ist Photophobie das Licht, das sie fürchten. (Photophobia / "Photophobie" ist ein künstlerisches Konzept, das zuvor von Sanni Est beschrieben wurde.)

Unsere Welt wird durch die Diskurse der Aufklärung verstanden, vermessen und beeinflusst. Kunst, Wissenschaft und Philosophie - die erkenntnisfördernden Hilfsmittel der Menschheit, die benutzt werden, um die Welt zu verstehen - sind in unserer Umgebung auf pathologische Weise genutzt worden, um die Erfahrungen des weißen, cis-geschlechtlichen, heterosexuellen Mannes in den Mittelpunkt zu stellen. Vom Unterricht in den Schulen bis zu den Gemälden, die in den Museen ausgestellt werden, ist die vorherrschende Sichtweise eine, die von den Punkten des "Wissens" bestimmt wird, wie es uns durch das Zeitalter der Aufklärung vermittelt wurde.

Aber was kam vor der Aufklärung? Welche Abweichungen vom "Wissen" hat es gegeben? Haben wir - die Anderen - nicht alternative Wissensformen geschaffen oder Lichtstrahlen genährt, die durch die Risse der menschlichen Erfahrung hindurchgeschienen haben, um eine Vielzahl von Wegen zu erhellen, die vor uns liegen können? Wir sind ausgelöscht worden - in unserer Vergangenheit und in unserer Gegenwart, aber wir weigern uns, dies für unsere Zukunft zu akzeptieren. Dieses photophobische Experiment ist eine Gelegenheit, unsere Bedeutungen, unsere Erfahrungen, unsere gelebten Seinsweisen als Epizentrum zu bestimmen, um das sich eine Handlung vollzieht. Wir sind die Protagonist*innen, die in diesen Raum und seine feindselige Architektur eindringen, um einen Blick in eine Welt zu werfen, die uns als eigenwillige Subjekte in den Mittelpunkt stellt.
Bis jetzt drängt uns die Aufklärung immer noch ins Dunkel, aber wir haben in den Schatten unsere eigenen Formen des Lichts gefunden.


Grafik: Viktor Schmidt

Click Here for Programme (Internal Design)
Click Here for Programme (External Design)

Furmaan ahmed


Furmaan Ahmed (*1995) ist ein*e multidisziplinäre*r Künstler*n aus Glasgow, der*die installative Arbeiten schafft, die als Wissensorte für queere und trans* Körper of Color fungieren. Furmaan Ahmed ist Absolvent*in der Central Saint Martins. Er*sie hat bereits mit Galerien und Gemeinschaftsinitiativen wie Gossamer Fog, Jupiter Artland, Edinburgh Arts Festival, Tate Modern und dem Southbank Centre zusammengearbeitet. Furmaan hat auch eine gemeinschaftliche Praxis als image maker, Bühnenbildner und Art Director, wo er*sie mit Künstler*innen wie Willow Smith, Kate Moss, SOPHIE, Sasha Velour, Nile Rodgers und David Lachapelle fotografiert und zusammengearbeitet hat.

In der vielfältigen Kunstpraxis erforscht Ahmed seine*ihre doppelte Identität als transgender und Muslim*in und wie sich die hybriden Körper in der institutionellen Welt manifestieren. Mit einer Leidenschaft für den britischen gotischen Architekturstil und islamische Ornamentik hinterfragt Ahmed historische Gestaltungscodes, um durch die Schaffung von gemeinschaftlichen Schreinen, Kolonialdenkmälern, Gärten und Wasserspielen Fantasiewelten neu zu imaginieren und in eine Zukunft zu blicken, die für Menschen aus der Black, Brown und Queer Community inklusiver ist.

Mit einem tiefen Interesse an der Mystik der Ökologie und der Botanik erforscht Ahmed das Phantastische und die Kategorien der Vernunft gegen die Ordnung. Furmaan schafft diese digitalen und lebendigen Welten als Schauplätze für gemeinschaftliches Engagement, Hybridität aus Queer- und Brown-Sein und gemeinschaftliche Heilung.


Website https://furmaanahmed.com/

anna banout

Anna Banout ist spekulative Designerin und Künstlerin. Sie absolvierte einen Master an der Akademie für Bildende Künste in Warschau, 2017, und lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Von ihrem professionellen Hintergrund Produktdesign ausgehend, zielt ihrer Praxis darauf ab, die Grenzen dieses Feldes auszuweiten und seine Beschränkungen zu erforschen. Ihre Arbeit verbindet Designprozesse, Traditionen und deren tiefe Verbindung zum Material mit Storytelling durch die Sprache der Objekte. In ihrer Arbeit beschäftigt sich Banout sowohl mit persönlichen als auch gesellschaftlichen Erfahrungen und Narrativen. Mensch-Objekt-Beziehungen untersuchend, werden die Grenzen zwischen Designprozess und Storytelling, Handwerk und Technologie beständig in Frage gestellt.

Banout’s MA Arbeit »SYRIA 2087« wurde mit dem ersten Preis der Designblok Diploma Selection 2017 ausgezeichnet; ihre Arbeiten werden im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Feldfünf Berlin, Station Beirut, Centre Pompidou in Paris, Gdynia Design Days, Łódź Design Festival, Designblok Prague, Ambiente Frankfurt und anderen Galerien und Orten rund um den Globus gezeigt. Sie ist seit 2017 außerdem eine Designerin für die in Warschau ansässige Marke The Produkt.


www.annabanout.com




tewa barnosa

Tewa Barnosa (*1998) ist eine lybische Tamazight Künstlerin und Kulturproduzentin. Sie wurde in Tripoli geboren, wo sie auch aufwuchs und wohnt mittlerweile in Berlin. In ihrer Praxis beschäftigt sie sich mit Identität und Definitionen von Zugehörigkeit, den altertümlichen Geschichten und ungewissen Zukünften von Sprache, und mit geschriebener, mündlicher überlieferter und kollektiver Erinnerung im sozialen und politischen Kontext von Libyen und Nordafrika. Barnosa konzentriert sich auf den Gebrauch verschiedener Formen von Tifinagh und arabischer Kalligraphie und Texten als Hauptthema in ihrer künstlerischen Produktion. Sie experimentiert mit Arbeiten auf Papier, Installationen, digitalen Medien, Bewegtbild und Sound Art.

Barnosa gründete 2015 die WaraQ art foundation, eine unabhängige NGO, die sich der Unterstützung von zeitgenössischer libyscher Kunst, lokal und in der Diaspora, widmet. Den gesellschaftskritischen Diskurs zwischen Künstler*innen und Publikum ermutigend, kuratierte und organisierte sie mehrere Ausstellungen, Projekte und Aktivitäten die in Räumlichkeiten der WaraQ und im öffentlichen Raum in der Altstadt Tripolis stattfanden.

www.tewabarnosa.com

danielle brathwaite-shirley

Danielle Brathwaite-Shirley ist ein*e Künstler*in, die*der hauptsächlich mit digitalen Medien arbeitet, mit der Motivation, die Erfahrung eine Schwarze trans Person zu sein, zu vermitteln. Angetrieben von dem Verlangen die »Geschichte von trans Menschen, sowohl lebender als auch historischer Personen« zu dokumentieren, kann seine*ihre Arbeit oftmals als trans-Archiv verstanden werden, in dem Schwarze trans Menschen für die Zukunft bewahrt werden.

Durch die Geschichte hinweg wurden Schwarze, queere und trans Menschen aus den Archiven ausgeschlossen. Deswegen ist es wichtig, dass wir nicht nur unsere Existenz archivieren, sondern auch die vielen kreativen Narrative die wir benutzten und immer noch benutzen um unsere Erfahrungen zu teilen.

Danielle’s Arbeit wurde unter anderem im Focal Point, Science Gallery, MU, Barbican, Tate, Les Urbains sowie in der BBZ Alternative Graduate Show, Copeland Gallery gezeigt.



https://www.daniellebrathwaiteshirley.com/





sanni est

Sanni Est ist Sängerin, Kuratorin und Community-Organizer, mit Wurzeln im Nordosten Brasiliens und ansässig in Berlin. Von gesellschaftspolitischen Strukturen, etymologischen Forschungen und autobiographischen Narrativen inspiriert, webt Sanni vielschichtige Arbeiten, die das Verständnis der Menschlichkeit der Betrachter*innen in Frage stellt, während sie sich gleichzeitig selbst mithilfe ihrer Stimme und Körpers von eurozentrischen geschlechtsbinären Mustern dekolonisiert. Sanni’s work in process ‚Photophobia‘, ein transmediales Storytelling, wird in ein Musikalbum fließen, das 2021 veröffentlicht wird.

Dieses Konzept wurde zuvor in der Form eines Manifests untersucht, das in verschiedenen Goethe Instituten im Rahmen der »Queer as German Folk«-Ausstellung und als gleichnamiges Performance-Stück während des Festivals »The Present is not Enough« im HAU Berlin gezeigt wurde. »Escape Route« ist eines der Kapitel von »PHOTOPHOBIA«. Darin kreiert Sanni allein mit ihrer Stimme einen Weg, der ihr erlaubt ihre trans, nordost-brasilianischen stimmlichen Qualitäten in einem emotionalen Ritual, das Introspektion feiert, zu navigieren. Das wird als audiovisuelle Installation in Kollaboration mir Gabriel Massan, in der Ausstellung »Open Sesame - A Photophobic Experiment«, ko-kuratiert von Erkan Affan, Tewa Barnosa und Sanni Est selbst, gezeigt.

www.instagram.com/sanniest
Erkan Affan im Gespräch mit Sanni Est (Interview)

gabriel massan

Gabriel Massan (Rio de Janeiro, *1996) lebt in Berlin, Deutschland. Bachelor in Social Communications an der Staatlichen Universität Minas Gerais (UEMG), Brasilien. Studierte außerdem an der Escola de Artes Visuais do Parque Lage (EAV, Rio de Janeiro), Brasilien. Seit 2017 hat Gabriel seine Forschung zu digitaler Kunst im Rahmen von Galerien, Messen, Institutionen und nationalen wie internationalen Festivals präsentiert. 2018 begann er 3D-Prints für die São Paulo Fashion Week zu produzieren. Außerdem erstellte er 3D-Animationen für Glamour Brazil, die gleichzeitig online für Motorola gefeatured wurden, in einem Format das neue Namen der Videokunst in Brasilien repräsentiert.

Residency in ETOPIA - Art and Technology Center in Saragossa, Spanien, 2019, produzierte die immersive Installation »EPT«, in welcher Näherungssensoren, Augmented Reality Filter und Stoff-Malerei über verschiedene Oberflächen hinweg mit der gleichen Umgebung interagierten. Entwickelte die VR-Experience »Barriga« mit Camila Roriz für das Empower Fest, Flutgraben eV, Berlin. Stellte in der Gruppenausstellung »Proxy Salvia From a Ranked Souvenir« im Rahmen der Wrong Biennale aus. Massan erstellte 3D-Visuals für NTS Radio, London, arbeitete mit an Sebastian Tabares-Vasquez's FMP Animation »Astrea« am London College of Fashion und ist Teil des Projekts »TV Coragem« von Lorran Dias, in Auftrag gegeben vom Moreira Salles Institute (IMS), São Paulo, 2020. Der Künstler strebt danach durch den Gebrauch von dreidimensionalen Objekten und augmentierter und/oder virtueller Relität eine Narration zu entwickeln, die sowohl Programmieren als auch Skulptur, Malerei und digitale Manipulation durchdringt.

https://www.instagram.com/gabrielmassan/

المفهوم التنظيمي

م

ماذا رأى علي بابا عندما شرعت له أبواب الكهف بالكلمات السحرية"افتح يا سمسم"؟ ما الذي سرقه اللصوص وأخفوه في العتمة؟

بينما تتكشف لنا قصة علي بابا وا لأ ربع ين حرامي، نواجه الوقائع حول ا لمدى الذي يمكن أن يذهب إليه ا لم رء ليطالب باستحقاق .لكنوز ا لآخر على أنها ملكه
إننا كفريق القيمين والفنانين ا لمفوضين لهذا ا لموسم في بارنسفنجر، نجد أنفسنا غير غرباء عن مثل هذه ا لأفعال. إن تجاربنا كأفراد من ذوي البشرة السمراء، السكان ا لأصليين وافراد ا لأكثريات العرقية - با لإضافة إلى التقاطعات اللاحقة بين الكويرية والعبور * التي نتنقل فيها - تعني أننا نشهد مرا ًرا وتكرا ًرا كيف أن كنوز آثارنا، ماضينا الحديث، تجسيداتنا الحالية، وحتى.العقود ا لآجلة وا لمحتملة التي نتوقعها يتم محوها، إيقاعها في شرك، وعرضها ضد إرادتنا

ّ
على غرار رواية علي بابا، يدخل لصوص قصصنا بشكل قسري ويحتلون مساحاتنا - يدعون ويتحكمون في الوسائل التي من

.شأنها وصلنا إلى كنوزنا عبر ديناميكيات تتناسب معهم

مثل هذه التجارب ا لمعقدة للقوة تجعلها تجربة مبدئية"للإستيلاء" -وإن كان ذلك مؤقتًا-و)إعادة(وضع سياق لمساحة عرض الهيمنة مع برنامجنا.ومن شأن هكذا أفعال أن تتطلب منا معالجة وطرح أسئلة معينة من خ لال ممارستنا، مثل ما إذا كان من ا لممكن حتى تخريب إرث هذه ا لمساحة التي تتجسد فيها هذه الوظيفة ا لمحددة ا لمضمنة في جوهرها وهيكلها ا لم ادي. "افتح يا سمسم"دعوة للانضمام إلى هذا العنوان وا لاستجواب من خ لال احتلالنا لحديقة الحيوانات السابقة.إنه استكشاف، تفكيك، إعادة بناء...إنه فتح وافتتاح.لنقوم بتقييم ا لمعاني ا لمعطاة مسبقا لهذه ا لمساحة، واستكشاف ما إذا كان ممكنًا على ا لإطلاق.إعطاء قيم جديدة وتوظيفها

:لذا كّرر بعدنا الكلمات ا لمفتاحية

افتح ياسمسم

Open sesame Sesam öffne dich Abre-te Sésamo Açıl susam
ⴰⵔ ⴰⵙⵉⵎⵙⵎ

ما هي هذه المعاني والقيم الجديدة التي نرغب في توظيفها؟

.مرحبًا بك في تجربة الفوتوفوبيا.إذا كانت الصورة تعني الضوء والرهاب يعني الخوف، فإن الفوتوفوبيا هو النور الذي يخشونه

ُيفهم عا لمنا ويقاس ويتأثر بخطابات التنوير.الفن والعلم والفلسفة-العناصر ا لمعرفية ا لمساعدة للإنسانية التي يستخدمها ا لم رء لفهم العالم-تم تشخيصها ا لم رضي في محيطنا لتركيز تجارب الذكر ا لأبيض ا لمتوافق جنسيا، من الدروس التي يتم تدريسها في ا لمدارس إلى اللوحات ا لمعروضة في ا لمتاحف، فإن وجهة النظر السائدة هي التي تحددها نقاط"ا لمعرفة"التي انتشرت إلينا عبر.عصر التنوير هذا

ولكن ما الذي حدث قبل عصر التنوير؟ ما ا لانحرافات عن ا لمعرفة التي حدثت هناك؟ ألم نخلق نحن-ا لآخرون-إنتاًجا بديًلا للمعرفة، أو غذينا اشعة النور التي سلطت عبر شقوق التجربة البشرية لإلقاء الضوء على العديد من ا لمسارات التي يمكن ا لمضي قدًمافيها؟

لقد تم محينا-في ماضينا وحاضرنا ا لمعاصر، لكننا نرفض قبول هذا لمستقبلنا القادم.نرى تجربتنا الفوتوفوبية هذه كفرصة لتركيز معانينا وتجاربنا ووسائل عيشنا كمركز بؤري تتطور حوله هذه الحبكة.نحن ا لأنصار، الذين يغزون هذا الفضاء وهندسته.ا لمعمارية ا لمعادية، لتقديم لمحة عن عالم لطا لما قّدمنا وصّورنا كموضوع للتركيز عليه

.حتى ا لآن يستمر التنوير في دفعنا إلى العتمة، لكننا صنعنا أشكالنا الخاصة من

النور في هذه الظلمات

Conceito curatorial

1) ABRE-TE SÉSAMO

O que Ali Baba viu ao abrir as portas da caverna usando as palavras mágicas, "abre-te Sésamo"? O que tinha sido roubado e escondido pelos ladrões na escuridão?

À medida que a história de Ali Baba e os Quarenta Ladrões se desdobra, somos confrontados com a realidade de quão longe se pode ir para reivindicar os tesouros do outro como seus. Como equipe de curadoria e artistas comissionados desta temporada do Bärenzwinger, não somos estranhos a tal ato. Nossas experiências como indivíduos negros, indígenas e em sua maioria racializados - bem como as subsequentes intersecções que nos atravessam enquanto queer e pessoas trans*- evidenciam como repetidas vezes testemunhamos  os nossos próprios tesouros, seja em nossas ancestralidades, em nossos passados recentes, nas nossas encarnações atuais, e até mesmo em nossas projeções futuras, sendo apagados, aprisionados e exibidos contra nossa vontade. Semelhante ao conto de Ali Babá, os ladrões de nossas histórias invadem e se apropriam dos nossos espaços - reivindicando e controlando o acesso a nossos tesouros como eles assim os desejarem.

Experiências tão complexas de poder fazem com que esta seja uma tentativa de "ocupar" - embora temporariamente - e (re)contextualizar um espaço de exibição hegemônico, como o Bärenzwinger, com o nosso programa. Esta é uma ação que nos exige abordar certas questões através de nossa própria prática, como por exemplo se é possível subverter o legado de um espaço que tem uma função tão específica incorporada à sua essência, à sua estrutura física. "Abre-te Sésamo" é um convite para nos juntarmos a este enfrentamento, questionando através de nossa ocupação no antigo zoológico. É uma exploração, uma desconstrução, uma reconstrução... É uma abertura. Uma avaliação do significado dado a um espaço e uma prospecção para saber se um novo significado é de fato possível.  

Então, repita conosco ao entrar:  

Open Sesamo
Sesam öffne dich
Abre-te Sésamo
Açıl susam
افتح يا سمسم
ⴰⵔ ⴰⵙⵉⵎⵙⵎ

Quais novos significados gostaríamos de atribuir a este espaço?

Bem-vindo ao nosso experimento fotofóbico. Se foto significa luz e fobia significa medo, então fotofobia é a luz que eles temem.

Nosso mundo é compreendido, medido e influenciado pelos discursos do Iluminismo. Arte, ciência e filosofia - auxiliares cognitivos da humanidade utilizados para compreender o mundo - foram patologizados em nosso meio para centralizar as experiências do homem branco, cisgênero, heterossexual. Desde as lições ensinadas nas escolas até os quadros expostos nos museus, a visão dominante é determinada pelos pontos de 'conhecimento' que nos foram e são transmitidos através da era Iluminista.

Mas o que veio antes do Iluminismo? Quais variedades de conhecimento havia? Nós - os Outros - não criamos produções alternativas de conhecimento, ou nutrimos feixes de Luz que brilharam através das fendas da experiência humana para iluminar uma multiplicidade de caminhos a serem seguidos?

Fomos apagados - em nosso passado e em nosso presente, mas nos recusamos a aceitar esse fato para o nosso futuro. Este Experimento Fotofóbico é uma oportunidade de reunir nossos significados, nossas experiências, nossas maneiras de viver como o epicentro em torno do qual uma trama se desenvolve. Nós somos os protagonistas, que ocupamos este espaço e sua arquitetura hostil para compartilhar a visão de um mundo que nos apresenta como o sujeito intencional do foco.

Até agora, o Iluminismo continua a nos empurrar para as Trevas, mas encontramos nossas próprias formas de Luz nas sombras.

*Fotofobia é um movimento artístico previamente elaborado por Sanni Est.

erkan affan

Erkan Affan ist ein*e gender non-comforming Kurator*in und Schriftsteller*in of Colour, und lebt und arbeitet derzeit in Berlin und London. Ausgehend von einem akademischen Hintergrund in »Nahostpolitik« (BA, SOAS) und globaler Migration (MSc, UCL) fokussiert sich Erkan in seiner*ihrer Forschung insbesondere auf die Schnittstellen zwischen Sexualität, Gender, Migration und diasporischer Identität. Seit dem Umzug nach Berlin absolvierte Erkan eine Residency finanziert mit Geldern der Europäischen Union und ist Mitbegründer*in des Queer Arab Barty Kollektivs, das in Berlin soziale und politische Orte für arabische LGBTQIA+ Menschen kuratiert.

In den letzten eineinhalb Jahren kollaborierte Erkan, sowohl im Kollektiv als auch individuell, mit einer Reihe von Veranstaltungsorten und Organisationen über ganz Europa verteilt, darunter das ICA und Rich Mix, London, Haus der Kulturen der Welt, Kunst Werke und ACUD MACHT NEU, Berlin und dem IQMF, Amsterdam.

In der Zeit als Hauptkurator*in des Bärenzwingers lädt Erkan die libysche Künstlerin Tewa Barnossa und die brasilianische Künstlerin Sanni Est, beide in Berlin lebend, ein, um zusammen ein Programm zu entwickeln, dass Schwarze, Indigene und rassifizierte, Majority-identifying LGBTQIA+ Individuen in den Mittelpunkt rückt.

Erkan Affan im Gespräch mit...


Am Donnerstag, 5. November sollte die Ausstellung »Open Sesame: A Photophobic Experiment« eröffnet werden. Aufgrund der aktuellen Richtlinien und Empfehlungen der öffentlichen Verwaltung zum Umgang mit dem Coronavirus ist dies nun verschoben worden.

Bis zur physischen Eröffnung der Galerie haben Erkan Affan und das Bärenzwinger-Team eine Reihe von Gesprächen mit den Künstler*innen in Auftrag gegeben, die nach der Wiedereröffnung der Galerien ihre Installationen im Raum ausstellen werden. Die Diskussionen finden virtuell statt und fordern die Künstler*innen auf, ihr künstlerisches Schaffen, ihre Inspirationen, die Werke, die sie in die Galerie bringen, und vieles mehr zu erläutern.

Sie können die Interviews hier herunterladen:

Sanni Est [EN]

Kontakt

Bärenzwinger
Im Köllnischen Park
10179 Berlin

T + 49 30 901 837 461
info[at]baerenzwinger.berlin

Facebook
Instagram

Öffnungszeiten

Dienstag – Sonntag

11–19 Uhr

Eintritt frei

Verkehrsverbindungen

U8 Heinrich-Heine Straße

U2 Märkisches Museum

U+S Jannowitzbrücke,

Bus 165, 265, 248

Presse

In unserem Pressebereich finden Sie Pressebilder und –texte zum Download.

Baerenzwinger Berlin, Logo
Baerenzwinger Berlin, Logo